Podiumsdiskussion: „Wie viel Gesund-heit kann ich mir noch l

Dr. Frank Mentrup und Peter Friedrichs in Karlsbad

Gesundheitspolitik01_02_2011

„Wie viel Gesundheit kann ich mir noch leisten?“ – eine Frage mit der sich derzeit viele Menschen in unserem Land beschäf-tigen. Dies zeigte sich auch am Dienstag, den 01.02.2011 bei der vom Landtagsab-geordneten Dr. Frank Mentrup MdL veran-stalteten Podiumsdiskussion mit Peter Friedrich, MdB, dem gesundheitspoliti-schen Experten der SPD-Bundesfraktion. Zahlreich sind die Bürgerinnen und Bürger im Hause Conrath in Langensteinbach er-schienen, um sich dem anspruchsvollen Thema zu widmen und ihre eigenen Erfah-rungen und Sorgen einzubringen. Wo fließt das Geld hin? An welchen Stellen kann gespart werden? Diese und andere Fragen machten deutlich: die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Transparenz und mehr Ehrlichkeit.
Ehrlich war auch Friedrich: „Gesundheit wird teurer, unabhängig davon wer re-giert.“ Dies sei eine logische Konsequenz unserer alternden Gesellschaft und des immensen Innovationsschubes im medizi-nischen Bereich. Nach Meinung Friedrichs ist dies aber eine durchaus gelungene In-vestition. „Ich finde es gut, dass wir länger leben und dass wir mehr Krankheiten be-handeln können“, so Friedrich. Es gebe aber dennoch Stellen, an denen Kosten eingespart werden könnten. Die jetzige Regierung würde die steigenden Ausgaben in Folge der Entkopplung von Arbeitneh-mer und Arbeitgeberbeitrag zur Kranken-versicherung alleine auf dem Rücken der Versicherten austragen, kritisiert Friedrich. „Das Band der Solidarität zwischen Ar-beitgeber und Arbeitnehmer wird durch-schnitten“. Im Gegensatz dazu würden die SPD und er mit der Forderung nach einer Bürgerversicherung am Solidaritätsprinzip festhalten. Alle sollten mit ihren unter-schiedlichen Einkunftsarten, so auch Kapi-talerträgen oder Mieteinnahmen, bis zu einer Höchstgrenze an den Gesundheits-kosten beteiligt werden. Darüber hinaus könnten durch eine integrierte, aufeinander abgestimmte Gesundheitsversorgung und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten und Kliniken enorme Kosten eingespart werden. Es gebe wie derzeit in allen Bereichen auch hier einen Mangel an politischem Führungswil-len in Baden-Württemberg, kritisiert Mentrup. Laut Friedrich werden deshalb viele Untersuchungen noch doppelt und dreifach getätigt.
Dem stimmten die Bürgerinnen und Bürger zu. In Skandinavien zum Beispiel gebe es viel weniger Fachärzte bei vergleichbaren Krankheitsraten und dort seien die Gesundheitskosten insgesamt geringer. Selbstkritisch betrachteten sich die Teil-nehmer der Podiumsdiskussion auch in der Rolle des Patienten – die Deutschen seien ja ohnehin der „Weltmeister im Arztbe-such“ mit durchschnittlich 18 Arztterminen im Jahr, so die Statistik. „Wir betreiben einen zu hohen Aufwand“, merkte ein Bürger an. Insgesamt wurde deutlich, dass die Besucherinnen und Besucher durchaus Verantwortung übernehmen wollen. So interessierten sie sich auch dafür, was sie selbst für ihre Gesundheit tun und wo sie einsparen können.
Dennoch bedürfe es am Ende politischer Verantwortung und entsprechender klarer Entscheidungen, betonte Mentrup in sei-nem Schlusswort: „Jeder Mensch sollte im Gesundheitswesen die selben Rechte haben und die selbe medizinische Versorgungs-qualität in Anspruch nehmen können!“

 

Termine

Alle Termine öffnen.

08.04.2020, 19:00 Uhr Online-Dialogtour mit Andreas Stoch, Schwerpunktthema "Mobilität"
Nun als live Videokonferenz: Die Dialogtour mit unserem designierten Spitzenkandidaten Andreas Stoch zur Dis …

23.04.2020, 19:00 Uhr Online-Dialogtour mit Andreas Stoch, Schwerpunktthema "Bildung"
Nun als live Videokonferenz: Die Dialogtour mit unserem designierten Spitzenkandidaten Andreas Stoch zur Dis …

28.04.2020, 19:00 Uhr Online-Dialogtour mit Andreas Stoch, Schwerpunktthema "Arbeit im Wandel"
Nun als live Videokonferenz: Die Dialogtour mit unserem designierten Spitzenkandidaten Andreas Stoch zur Dis …

Alle Termine

WebsoziInfo-News

01.04.2020 19:27 Tracking-Apps müssen Freiwilligkeit, Privatheit und Datenschutz gewährleisten
SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken begrüßt das Ergebnis der Arbeit von 130 Wissenschaftlern an einer Handy-App gegen die Ausbreitung von Corona- Infektionen: „Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaft und Politik in aller Welt an Lösungen, wie die Ausbreitung der Corona-Infektion gestoppt oder zumindest gebremst werden könnte. Der Einsatz einer Handy-App, die relevante Kontakte mit anderen App-Nutzern registriert und im Fall einer

01.04.2020 10:54 Corona-App kann zur Eindämmung des Virus wichtigen Beitrag leisten
Heute wurde eine App vorgestellt, die zur Eindämmung des Coronavirus beitragen soll. SPD-Fraktionsvizin Bärbel Bas und der digitalpolitische Sprecher Jens Zimmermann begrüßen dies.  Bärbel Bas, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion : „Im Kampf gegen die Corona-Pandemie können Handys helfen, Infektionsketten sichtbar zu machen. Die Inkubationszeit kann bis zu 14 Tage dauern. Umso wichtiger ist es, Kontaktpersonen von Infizierten schnell ausfindig zu

01.04.2020 10:53 20 Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz: Deutschland hat Beispiel gesetzt
Vor 20 Jahren wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz verabschiedet. Was für einen Meilenstein das EEG für Deutschland darstellt und was heute besonders wichtig ist, erklärt SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch. „Das war ein Meilenstein auf dem Weg in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien. Deutschland hat mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vor 20 Jahren – auch international – ein Beispiel gesetzt. Das

27.03.2020 19:09 Düngeverordnung: Weniger Gülle – mehr Gewässerschutz
Heute hat der Bundesrat der notwendigen Reform der Düngeverordnung zugestimmt. Damit kommt die Mehrheit der Bundesländer einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nach und stellt die Weichen für eine nachhaltige Versorgung mit sauberem Trinkwasser. „Es stand bis zuletzt Spitz auf Knopf, ob die Bundesländer den Mut für eine zukunftsweisende Agrarpolitik aufbringen. Deutschland wurde verklagt und verurteilt,

27.03.2020 19:08 Rentenkommission der Bundesregierung legt Abschlussbericht vor
Die Rentenkommission der Bundesregierung legt heute ihren Abschlussbericht vor. SPD-Fraktionsvizin Katja Mast, die in der Kommission die SPD vertrat, nimmt dazu Stellung. „Es ist ein Erfolg, dass wir uns auf gemeinsame Empfehlungen in der Kommission verlässlicher Generationenvertrag verständigt haben. Das Ziel der SPD, das gesetzliche System der Rentenversicherung und dadurch die Solidarität im Land zu stärken, haben wir erreicht.

Ein Service von info.websozis.de