Sozialministerin Manuela Schwesig kommt nach Karlsbad

Mentrup und Schwesig zu Gast in Spielberg

AWO Spielberg

Dr. Frank Mentrup, SPD-Landtagsabgeordneter und Landtagskandidat im Wahlkreis Ettlingen, hat gemeinsam mit der stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden Manuela Schwesig am Mittwoch das ‚Haus Spielberg‘ der AWO besucht. In dem Wohnhaus für Menschen mit Behinderung tauschten sie sich mit Bewohnern und Hausleitung aus und nahmen wichtige Anregungen mit nach Stuttgart und Berlin.

Mentrup betonte, das Thema Inklusion solle nicht nur im Hinblick auf Behinderte gesehen werden. „Ich glaube, dass vor allem auch die Menschen ohne Behinderungen und die Gesellschaft insgesamt von Inklusion profitieren.“ Eine Forderung, der auch Schwesig und Regine Katterle, Leiterin des ‚Haus Spielberg‘ zustimmten. Das Ziel müsse eine inklusive Gesellschaft sein, in der Menschen nicht aussortiert, sondern mit ihren individuellen Fähigkeiten eingebunden werden.

Wichtige Anregungen auf dem Weg zu diesem Ziel gaben Katterle und die Bewohner des Hauses. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten sehr viel damit beschäftigt, wie wir das Thema Teilhabe umsetzen können“, so Katterle. Das ländliche Leben biete sehr viele Vorteile, sorge aber immer wieder auch für Probleme und Barrieren. Ein Beispiel sei der Transport von Bewohnern. Im Gegensatz zur jetzigen Situation seien früher bis zu sechs Privatfahrten etwa zu Angehörigen oder zum Friedhof vom Landkreis übernommen worden, schilderte Joachim Welte, Bewohner des Hauses. Mentrup kündigte an, die Wünsche aufzunehmen und auch an den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Markus Rupp, weiterzuleiten. Privatfahrten dürften nicht dadurch erschwert werden, dass der Tagessatz im Heim niedriger liegt als bei individueller Betreuung zu Hause.

Auch weitere Probleme diskutierte Mentrup mit Bewohnern und Hausleitung, etwa die Tatsache, dass der Tagessatz der Einrichtung seit 2003 nicht mehr erhöht worden sei. Außerdem führe der Wegfall der Zivildienstleistenden im Zuge der Aussetzung der Wehrpflicht zu Personalmangel. Mentrup hofft, dass die Menschenrechtspolitik der Vereinten Nationen dazu beiträgt, dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft ein Stück näher zu kommen: „Die UN-Konvention muss dem Ganzen wieder einen neuen Schub geben!“.

Die Vertreter des SPD Ortsvereins, Ortsvorsteher Reinhard Haas und Gemeinderäten Conny Nürnberg bedankten sich bei der Ministerin für den Besuch und den Gedankenaustausch. Beide sagten, dass es wichtig sei, dass Frank Mentrup wieder in den Landtag nach Stuttgart gewählt würde, damit dort die Karlsbader Interessen auch Gehör finden würden.

 

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